Optimierte Wertschöpfungsprozesse in der Holzrohstoffzuteilung und -verarbeitung (VARMA)

Forschung und Entwicklung für die gesamte Wertschöpfungskette in der Holzlogistik und Biomassenutzung

VARMA ist ein internationales Forschungsprojekt, welches sich mit den Wertschöpfungsprozessen der Holzrohstoffzuteilung und -verarbeitung beschäftigt.

Der steigende Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen und die sich verschärfenden Konflikte bei der Nutzung des Waldes (Produktions-, Schutz- und Erholungsfunktion) erfordern neue und innovative Konzepte im Netzwerk der Partner Forst und Holz. Die begrenzte Verfügbarkeit, Konkurrenz um den Rohstoff und komplexe Prozesse der Holzrohstoffversorgung sorgen tendenziell für steigende Kosten. Kleinteilige Strukturen, speziell im Privatwald, können dieser Kostenentwicklung kaum etwas entgegensetzen.

Größere wettbewerbsfähige Strukturen, z. B. gemeinsames Handeln der Waldbesitzer in forstlichen Zusammenschlüssen, sind erforderlich, um regionale Strukturen positiv zu verändern, wettbewerbsfähige Regionen herauszubilden und für die Beteiligten Zugänge zu neuen Märkten zu erschließen.

Abnehmergerechte Rohstoffversorgung

Das Forschungsprojekt VARMA zielt darauf ab, die Potenziale neuartiger, an aktuelle und zukünftige Bedarfslagen angepasster Strukturen und Prozesse der Rohstoffversorgung für alle Akteure transparenter zu machen und Ideen und Anreize für Veränderungsprozesse zu geben. Ein Arbeitsschwerpunkt sieht dabei den Entwurf und die Konzipierung von »intelligenten« realen oder virtuellen Holzverteilzentren vor.

Solche Zentren können als Einrichtung oder Organisation verstanden werden. Durch die Zentralisierung verschiedener Ressourcen, Prozesse und Dienstleistungen können dabei erhebliche Effizienzsteigerungen bei der Rohstoffbereitstellung realisiert werden.

Durch die Bündelung von Rohstoffen, Prozessen, Technik, u. a. sollen geeignete Optionen zur nachhaltigen und ökonomischen Bewirtschaftung aufgezeigt werden. Produktivitätssteigerung in der Wertschöpfungskette, geringerer Aufwand bei der Auftragsabwicklung und eine adäquate Qualität der Rohstoffe für die Verarbeitung sind dabei wichtige Kriterien. Durch die Zentralisierung von Leistungen zur Verbesserung der Rohstoffverteilung (abnehmergerechte Angebote) soll unter anderem eine bessere Anpassung an die jeweiligen Abnehmeranforderungen erfolgen. Rohstoffe können so entsprechend ihrer Qualitätseinstufung gezielter der stofflichen Verwertung zugeführt werden.

Basierend auf der Erarbeitung der Zusammenhänge, der Spezifizierung der Bedarfslagen und der Charakterisierung der projektrelevanten Akteure, erfolgt die Definition regional angepasster Leistungsprofile und die Identifizierung möglicher Bündelungsoptionen. So sollen an die jeweiligen regionalen Gegebenheiten angepasste, Dienstleistungsportfolios abgeleitet, wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle und Netzwerkstrukturen konzipiert sowie Maßnahmen zur Infrastrukturgestaltung als Handlungshilfen für die Akteure vorgeschlagen werden.

Gesamtkonsortium

Forschungspartner

  • Finnland: VTT Technical Research Centre of Finland (Gesamtprojektleitung), The Finnish Forest Research Institute
  • Deutschland: Fraunhofer IFF, Technische Hochschule Wildau
  • Frankreich: FCBA Technological Institute
  • Schottland: Woodilee Consultancy Ltd

Industriepartner

  • Finnland: Koskisen Oy, Finnish Wood Research Oy
  • Deutschland: Holzindustrie Templin GmbH, Georg Fehrensen GmbH
  • Frankreich: Selection Vosges
  • Schottland: James Jones and Sons Ltd

Förderhinweis
Das Projekt wird im Rahmen des ERA-Net Woodwisdom Programms durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und vom Projektträger Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V. im Zeitraum 2014–2017 gefördert.

Gefördert vom
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Projektträger
Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V.